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Samstag, 17. September 2011

[Rezension] Alison Bechdel: Fun Home


(offensichtlich das Buch links ;) )

Graphic Novel

Kaufen könnt ihr es zum Beispiel hier:
Fun Home: A Family Tragicomic (Amazon [Englisch]) / Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten (Amazon [Deutsch])


Alison Bechdels Fun Home war eines der ersten Bücher, die ich in meinem “Spontanurlaub” auf Balkonien gelesen habe. Es kam in einer Bestellung von vorletztem Wochenende an & ich habe es circa eine Woche später aufgeschlagen. Es ist ein Graphic Novel, welches den ersten Platz des Time Magazine Buch des Jahres Liste bekam.

Kurze Inhaltszusammenfassung:
In Fun Home erzählt Bechdel von ihrer Kindheit und Jugend bis hin zu ihrer ersten Zeit im College. Ihre Eltern waren beide Englischlehrer, doch der Hauptaugenmerk lag auf ihrem Vater. Dieser dekorierte das gesamte Haus sodass es in den Räumen aussah wie in diversen Epochen, was sich für die Kinder wohl sehr wie ein Museum angefühlt haben muss. Zudem bestand Bechdels Vater darauf, dass sie sich immer sehr schick & mädchenhaft anzog, was ganz und gar nicht ihrem eigenen Geschmack traf.

Cover:
Ich liebe das Cover, dieses türkis/grün, welches changiert, schimmert, die Fotos mit dem altmodischen Rand (habt ihr solche noch bei euren Eltern und Großeltern gesehen?) und auch das Foto an sich, welches silbern "reflektiert" und so wie ein unscharfer Spiegel wirkt. Gerade letzteres passt so unwahrscheinlich gut zum Buch - es handelt sich hier immerhin auch um einen Blick der Autorin auf sich selbst und ihr Leben.

Meine Meinung:
Ich habe etwa das erste Kapitel gebraucht, um in das Buch hineinzufinden, in die Erzählweise, da Alison Bechdel ein wenig in der Zeit hin und herspringt. Aber im nachhinein muss ich sagen, dass es auch dadurch doch gut nachzuvollziehen ist. Aber das werdet ihr beim Lesen selbst sehen. Insgesamt war dies jedoch mein einziges wirkliches Problem – und dies wie gesagt auch nur am Anfang.
Insgesamt hat mich dieses Graphic Novel beim Lesen traurig gestimmt & aufgewühlt, doch weglegen konnte ich es nicht. Ich war einfach so gespannt zu erfahren, wie Bechdel all die Situationen & Erlebnisse, die sie als Kind & Teenager erlebt hat heute sieht.

Themen:
GLBT, Suizid, schwierige Familienverhältnisse, Selbstverwirklickung


Donnerstag, 10. März 2011

Buchrezension: BABE IN BOYLAND von Jody Gehrman








AutorJody Gehrman
TitelBabe in Boyland
VerlagDial
Publikationsdatum17. Februar 2011
Seitenzahl304
ISBN978-0-803-73274-2


Inhalt
Natalie ist Dr. Aphrodite, die Beziehungskolumnistin ihrer Schülerzeitung, doch ihre Tipps sind so gar nicht hilfreich. Nachdem sich fast die gesamte Schule über sie lustig macht beschließt sie, sich als Junge verkleidet in die nahegelegene Jungsschule Underwood Academy einzuschleußen um dort vor Ort und verdeckt die wahren Gedanken und Gründe für die Handlungen der Jungs herauszufinden.

Rezension
Die besten Bücher sind meiner Meinung nach die, die man nicht oder nur seeeeeeehr schwer zur Seite legen kann. Die Bücher, die man verschlingt und die einfach viel zu schnell beendet sind. Babe in Boyland ist genau so ein Buch. Ich habe es innerhalb von knapp 2 mit vielen anderen Dingen gefüllten Tagen gelesen und habe dabei doch die ein oder andere Stunde Schlaf verloren.

Im Prinzip gab es das Thema schon in den verschiedensten Ausführungen sowohl in Buchform (eines der bekanntesten Beispiele ist wohl William Shakespeare's Twelfth Night) als auch im Film (She's The Man mit Amanda Bynes und Channing Tatum), aber Jody Gehrman hat es trotz allem geschafft, die "Mädchen verkleidet sich als Junge und lernt Jungen kennen"-Geschichte neu und interessant zu verpacken.

Vor allem hat mir die Entwicklung, die Natalie durchmacht sehr gut gefallen. Man konnte vor allem im letzten Drittel einen doch schon beachtlichen Unterschied erkennen zwischen der Nathalie vor und zu Beginn der "verdeckten Ermittlung" als Nat und der Natalie zum Ende hin. Ich finde gerade solche Entwicklungen, wenn sie gut vermittelt werden und nicht aufgesetzt erscheinen wunderschön. Und zudem kann man als Leser unter Umständen noch etwas an Erfahrung mitnehmen, denn schließlich sind die Kommunikationsprobleme zwischen Männern und Frauen auch heute immer noch vorhanden.

Doch nicht nur Natalie, auch ihre Freundinnen und ihre Schulkameraden auf der Underwood Academy sind wunderbare und vielschichtige Charaktere, die man leicht auseinander halten kann. Da sind die leicht verrückten "Geeks" Max, Tyler und Earl, sowie Nat's Mitbewohner Emilio. Max, Tyler und Earl ist es bewusst, dass sie nicht die beliebtesten Jungs sind, doch dies macht ihnen nur zum Teil etwas aus. Sie haben sich nicht nur mit ihrer Situation arrangiert, sie sehen auch, dass mit ihrer Freundschaft etwas Wichtiges haben. Emilio ist nicht unbedingt ein Außenseiter, aber er gibt selbst offen zu, dass er auf der Underwood Academy keine wirklich engen Freunde hat, was sicher zum Teil auch zu seiner etwas verschlosseneren Haltung zu Beginn beiträgt.

Und Natalies Freundinnen sind einmalig. Die drei Mädels sind seit Jahren befreundet, gehen durch dick und dünn, auch wenn sie sich ab und an mal streiten, und kennen einander wirklich gut. Als Natalies Beschluss steht, als Junge verkleidet auf die Underwood Academy zu gehen, sind ihre Freundinnen Chloe und Darcy für sie da und helfen ihr bei dem ganzen Prozess.

Kurzum - das Buch verdient seine 5 Sternchen definitiv und landet jetzt schon auf meiner Best of-Liste von 2011.

Kleine Erinnerung: Denkt an die Gewinnspiel-Challenge, bei der ihr Oliver Grützners Der Welt gebrochenes Herz gewinnen könnt!



Dienstag, 15. Februar 2011

Buchrezension: UNACCUSTOMED EARTH / FREMDE ERDE von Jhumpa Lahiri



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AutorJhumpa Lahiri
TitelUnaccustomed Earth
deutscher TitelFremde Erde
VerlagBloomsbury / rororo
Seitenzahl333
ISBN978-0-7475-9979-1

Rezension
Ich überspringe heute mal die Zusammenfassung des Inhaltes, denn wie man den Inhalt einer Sammlung von Kurzgeschichten zusammenfasst ist mir bisher noch nicht ganz klar. Einen Faden, der sich durch das ganze Buch zieht gibt es schließlich nicht, mit Ausnahme der Herkunft der Hauptfiguren.

Jhumpa Lahiris Unaccustomed Earth war eine ganze Weile auf meinem Wunschzettel und auf meinem Regal, aber erst durch ein Seminar über Kurzgeschichten. Jedem von uns stand zur Auswahl, das Seminar komplett auf Jhumpa Lahiris Kurzgeschichten zu basieren oder eine Auswahl der Kurzgeschichten der 20 Under 40 uz bearbeiten. Lahiris Kurzgeschichten waren meine Wahl und damit begann meine "Reise" durch die Fremde Welt. Es fiel mir schwer, mir die Zeit zu nehmen, die Geschichten wirklich zu genießen, doch ich habe es geschafft.

Jede Geschichte in Unaccustomed Earth kann für sich alleine gelesen werden, doch die letzten 3 Geschichten werden durch die Hauptfiguren Hema und Kaushik miteinander verbunden. Beide treffen erstmals als Kinder aufeinander, später dann wird berichtet von Kaushiks Zeit als Student, bevor wir Hema durch einen Teil ihrer Zeit als Universitätsdozentin begleiten und zu ihrem erneuten Aufeinandertreffen mit Kaushik. Ein Großteil der Geschichten spielt in Neuengland und Indien, auch wenn einige Geschichten uns zumindest in Teilen in andere Länder führen.

Während die einzigartigen Handlungen und Charactere sich langsam entfalten, bringt Lahiri den Leser innerhalb weniger Zeilen in die Welt, die sie erschafft. Keine Geschichte ist mit der vorhergehenden vergleichbar oder ähnlich. Miteinander gemein haben sie außer den Handlungsorten nur die indische Abstammung der Hauptcharaktere und deren Aufwachsen in traditionell orientierten indischen Familien. Damit jedoch hören die Gemeinsamkeiten acuh schon auf, denn die Handlungen selbst und die Art und Weise in der die Charaktere auf schwierige Situationen reagieren ist sehr unterschiedlich.

Kurzgeschichten sind normalerweise eher unbekanntes Gebiet für mich, doch mit Jhumpa Lahiri bin ich auf Gold gestoßen Unaccustomed Earth ist eine Sammlung von wunderbaren Geschichten, die zum Nachdenken anregen, zum Weinen bringen und zum Seufzen. Zwei weitere Sammlungen von Jhumpa Lahiris Kurzgeschichten habe ich auch schon bestellt!


Montag, 24. Januar 2011

Buchrezension: SECRETS OF A SUMMER NIGHT von Lisa Kleypas



AutorLisa Kleypas
TitelSecrets of a Summer Night
VerlagAvon
Publikationsdatum26. Oktober 2004
Seitenzahl375
ISBN978-0-06-009129-3
SerieWallflowers #1

Inhalt
Annabelle, Evangeline, Lillian und Daisy haben aus verschiedenen Gründen ihre Saison hauptsächlich am Rand verbracht, statt mit passenden Gentlemen zu tanzen. Alle vier sind jedoch auf der Suche nach einem geeigneten Mann und so beschließen sie eines Abends sich zusammenzuschließen und sich gegenseitig bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten zu helfen.
Die erste unter ihnen, die verheiratet werden soll ist Annabelle, weil sie die Älteste ist. Sie braucht einen Ehemann, um ihre Familie zu retten und hofft daher, ihre Schönheit und ihre Kleverness zu nutzen, um einen Adligen dazu zu bringen, sie um ihre Hand zu bitten. Jedoch ist der reiche und mächtige Simon Hunt sehr unnachgiebig in seiner Art, sie zu umwerben, und akzeptiert kein Nein.

Rezension
Der zweite Band der Wallflower-Reihe (oder Mauerblümchen-Reihe) war mein erster Kleypas überhaupt. Mit hatte damals die Geschichte so sehr zugesagt, dass ich nicht darüber nachgedacht habe, was wohl der erste Band ist. Jetzt bin ich zurückgekehrt, um die Bücher von Anfang an zu lesen.

Annabelle ist eine an sich starke Persönlichkeit, doch aufgrund der finanziellen Situation ihrer Familie hat sie in ihren ersten Saisons keinen passenden Mann finden können. Als sie wieder einmal am Rand des Geschehens steht, kommt sie ins Gespräch mit drei anderen jungen Frauen, denen es nicht anders geht. Zusammen planen die sehr unterschiedlichen Charaktere, einander zu helfen einen akzeptablen Ehemann zu finden. Diese interessante Ausgangslage sorgt für eine der amüsantesten historischen Liebesroman-Reihen, die ich bisher gelesen habe.

Die 4 Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, doch schon nach den ersten Kapiteln wollte ich mich nicht mehr von ihnen trennen, unbedingt wissen, wie sie ihre Zukünftigen kennenlernen und welche Hürden wohl auftauchen werden - denn das ist es schließlich, was einen LiRo ausmacht - historisch oder nicht!

Mit ihren lustigen Gesprächen, den wunderbaren Charakteren und den Nebencharakteren, die man gerne später noch einmal wiedertrifft - das kommt mit sehr entgegen, weil ich mich doch bei einigen Personen frage, was wohl mit ihnen weiter passiert.

Kurzum, ich liebe Lisa Kleypas bisher über alles und kann ihre Bücher nur empfehlen. Wer neben Liebesromanen auch gerne erfährt, was mit weiteren Charakteren später passiert, sollte hier unbedingt mal reinschauen - habt ihr aber wahrscheinlich sowieso schon, denn ich bin wohl die Letzte, die diese "Entdeckung" gemacht hat...


Samstag, 13. November 2010

Buchrezension: AM ANFANG WAR DAS WORT von Batya Gur








AutorBatya Gur
TitelAm Anfang war das Wort
VerlagGoldmann
Publikationsdatum1. März 1999
Seitenzahl480
ISBN978-3-442-05995-9
SerieInspektor Michael Ohajon #2


Inhalt
In einem Kurzurlaub am Meer mit seinem Sohn wird Superintendent Michael Ochajon Zeuge wie der Körper eines toten Scuba-Tauchers aus dem Wasser gezogen wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass der Taucher ein Dozent am Institut für Hebräische Literatur der Hebräischen Universität in Jerusalem war. Sein Name - Ido Duda'i. Zurück in Jerusalem hilft Ochajob mit den Ermittlungen in dem Fall, als ein zweites Mordopfer gefunden wird: der Institutsleiter, Sha'ul Tirosch, ein weltbekannter Gelehrter und Poet. Während er in den beiden Morde ermittelt, gerät Ochajon zurück in die Welt der Universität, nicht zuletzt durch die akademische Diskussion mit Verdächtigen und Zeugen und die Veranstaltungen, welche er besucht.

Gleich zu Beginn eine kurze "Vorwarnung" - wenn jemand nicht viel über Literatur und Literaturwissenschaft weiß, könnten Ausschnitte durchaus langatmig, wenn nicht sogar langweilig sein. Batya Gur hat zwei längere Vorlesungen über Literatur eingebaut, zusätzlich zu mehreren kürzeren Diskussionen zwischen den Charakteren. Natürlich könnte man dies von einem Buch, welches sich so sehr um Literatur und die akademische Welt dreht erwarten, doch es ist ohne größere Probleme möglich, diese Teile einfach zu überfliegen. Allerdings zeigen diese Abschnitte einige Charaktere in einem neuen Licht.

Dennoch waren der Mordfall und die Charaktere so gut entwickelt, dass es viel Spaß gemacht hat, Am Anfang war das Wort zu lesen. Die Charaktere waren sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen - inklusive der verschiedenen Gründe für ihre Handlungsweisen. Für mich war es schwer, jedes noch so kleine Detail im Kopf zu behalten, wodurch ich einmal mehr nicht erraten konnte, wer der Mörder war, bis das Geheimnis schließlich gelüftet wurde.

Zudem kam das seltene Erlebnis, Jerusalem einmal als Ort eines Kriminalfalles erleben zu können. Dies ist mir bisher noch nicht untergekommen, auch wenn ich weiß, dass es ein paar Krimis gibt, welche in Israel spielen. Batya Gur hat es geschafft, Jerusalem und diverse andere Teile von Israel in mein Wohnzimmer zu bringen, mit ihrer detailierten, aber nicht zu ausschweifenden Art, die Umgebung zu beschreiben.

Zu guter Letzt bleibt mir noch ein herzliches Dankeschön an den Goldmann Verlag, welcher sich wirklich bemüht hat, zumindest die wichtigsten jüdischen Begriffe (z.B. Shiva) zu erklären. Schließlich sind dies Begriffe, die nicht jedem geläufig sind. Außerdem werde ich mich bald aufmachen zu einem weiteren Krimi von Batya Gur - subben tut er schon



Donnerstag, 11. November 2010

Buchrezension: Shrinking Violet von Danielle Joseph








978-1-416-59696-7
AutorDanielle Joseph
TitelShrinking Violet
VerlagPocket Books / MTV Books
Publikationsdatum5. Mai 2009
Seitenzahl320
ISBN


Inhalt
Teresa Adams ist in ihrem letzten Jahr in der Highschool und sehr schüchtern. Für sie ist es eine Horrorvorstellung, im Unterricht aufgerufen zu werden oder in der Pause von Schulkameraden angesprochen zu werden - aber sowie sie zu Hause ist, ist sie eine andere Person. In ihrem Zimmer spielt sie die Radio-DJane für Miamis beste Radiostation, The SLAM, welche - oh Zufall! - ihrem Stiefvater gehört. Dieser gibt ihr eine Stelle als Aushilfe und zur Überraschung aller verwandelt sich Teresa hinter dem Mikrofon in die selbstbewusste Sweet T und wird ein Hit. Der Musikgeschmack der mysteriösen DJane ist überall beliebt und alle fragen sich, wer dahinter steckt. Doch als The SLAM einen Songwriting-Contest ankündigt, in dem man ein Prom-Date mit Sweet T gewinnen kann, könnte sich Teresas Traum in einen Alptraum verwandeln.

Rezension
Wenn ich MTV lese, bin ich zugegebenermaßen erst einmal skeptisch. Als Musik- und Entertainmentsender ist er ja bekannt, aber als Verlag für richtige Bücher??? Vielleicht ist skeptisch sogar eine Untertreibung - aber ich wurde positiv überrascht.

Danielle Joseph wurde in Südafrika geboren, zog aber noch vor dem Kindergarten in die USA. Während ihrer Studienzeit arbeitete sie als DJane für einen Bostoner Radiosender. Von dort kannte sie die Details, die sie hier überzeugend in Shrinking Violet packt. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in Miami - also auch hier ganz klar Information und Wissen aus erster Hand. Gerade bei Themen, die mir selbst nicht im Detail bekannt sind, gefallen mir solche Hintergründe bei den Autoren. Wenn es dann noch über eine schöne Geschichte läuft, ohne Schullehrer-Unterton - da bin ich doch einfach mal begeistert!

Für mich war zusätzlich der Charakter Teresas sehr interessant. Chronisch schüchtern ging es mir gerade in der Schulzeit nicht anders, auch wenn ich in den letzten Jahren etwas selbstbewusster geworden bin. Ich konnte mich direkt in ihre Situation einfühlen und würde aus meiner Sicht heraus auch keine ihrer Handlungen groß als "unmöglich" abhaken. Doch auch die anderen Charactere haben mich amüsiert - ich lag zum Teil mit Tränen in den Augen quer übers Bett ausgestreckt!

Dazu kommen in meinen Augen wunderschöne Songtexte, die Danielle Joseph wohl selbst geschrieben hat:

You're going away, you say, but I still love you, even if you have to go, we'll work it out, we can take it real slow, I'll freeze-dry your love and pull it out little by little when I'm feeling low

Seite 182

und

The moon stops for you.
Not a cloud in sight
Gleaming down at your pretty face
Just enough glow to make you sparkle.
The moon stops for you.
Who needs the sun when you're around?
You're a natural satellite, always shining bright.

Without this guiding light, others can't see your beauty from within.
You need to step away from your shroud.
Let the light of stars illuminate you as your heart beats proud.
Like a whisper blowing through the trees, the moon stops for you.

Seite 228-229

Trotz meiner anfänglichen Vorsicht habe ich das Buch am Ende aus der Hand gelegt mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Und vor einer Woche dann Indigo Blues bestellt - Danielle Josephs zweiten Roman (die Rezension folgt in ein paar Tagen). Shrinking Violet ist einfach ein wunderbares Buch und ich bereue es sehr, dass es ein halbes Jahr gesubbt hat! (Und 6 Monate sind NICHTS für meinen SuB )



Samstag, 1. Mai 2010

Buchrezension: MIRACLE RIDE von Tzipi Caton







AutorTzipi Caton
TitelMiracle Ride: A True Story of Illness, Faith, Humor - And Triumph
VerlagMesorah / Shaar Press
Publikationsdatum29. Mai 2008
Seitenzahl310
ISBN978-1-42226-0757-2


In der elften Klasse sollte es sich für Tzipi (das ist übrigens ein Alias) um Tests, Freunde, Hausaufgaben und Theaterproben drehen - bis bei ihr Krebs diagnostiziert wird! Von diesem Moment an bestehen ihre Tage aus Aufenthalten in Arztpraxen und Krankenhäusern, aus Medikamenten, Müdigkeit und vielen anderen Nebenwirkungen der Behandlung. Trotz allem beschließt sie, ihre Erlebnisse aufzuzeichnen, und alles mit Humor zu nehmen.

Miracle Ride ist Tzipi Catons Tagebuch aus der Zeit, in der sie gegen ihre Krebserkrankung gekämpft hat. Sie hat es später zuerst auf einem Blog erneut veröffentlicht, bis schließlich dieses Buch erschien. Nachdem ich zuerst ihren Blog gefunden hatte, habe ich mir das Buch gekauft, aber wie das Leben so spielt, es stand eine Weile herum. Schon in ihren Blogeinträgen spürt man sowohl ihren Humor als auch ihre Persönlichkeit im Allgemeinen - und im Buch erst recht!

Was für mich darüber hinaus interessant war, war Tzipis so ganz anders Leben, denn sie ist eine orthodoxe Jüdin. Dadurch unterscheidet sich ihr Leben in einigen Aspekten von meinem, jedoch gibt es trotzdem so viele Ähnlichkeiten. Um die hebräischen Begriffe zu erklären befindet sich hier sogar ein Glossar am Ende des Buches. Bei vielen Büchern hat das gefehlt, aber hier war es da und auch wenn nicht alle Begriffe erklärt waren, hat es doch gereicht um die wichtigsten Fragen zu klären. (Für alle, die es genauer wissen wollen, helfen jewfaq.org und JUF.org.)

Während des gesamten Buches war ich hin und hergerissen zwischen Lachen, Weinen und mir Sorgen machen - was dumm war, da ich ja wusste, wie es für Tzipi ausgehen würde. Ihr Tagebuch reißt beim Lesen aber einfach mit, da führt kein Weg daran vorbei. Das war eindeutig eines meiner Highlights des Jahres, denn Tzipis Geschichte ist nicht nur bewegend und inspirierend, sondern auch einfach wunderbar!


Donnerstag, 8. April 2010

Buchrezension: I'D TELL YOU I LOVE YOU, BUT THEN I'D HAVE TO KILL YOU von Ally Carter








AutorAlly Carter
TitelI'd Tell You I Love You, But Then I'd Have To Kill You
VerlagHyperion
Publikationsdatum20. März 2007
Seitenzahl288
ISBN978-1-423-10004-1
SerieGallagher Girls #1


Cammie Morgan ist eine Schülerin der Gallagher Akademie für außergewöhnliche junge Frauen. Von außen ist es eine Schule für die Töchter reicher Eltern - aber in Wirklichkeit ist es ein geheimes Internat für Mädchen, die zu Spionen ausgebildet werden. Ihre Unterrichtsfächer reichen von Kultur & Assimilation und Verschlüsseln für Fortgeschrittene bis zu Verdeckte Operationen. Die Schülerinnen der Gallagher Akademie lernen sogar mehr als eine handvoll Sprachen - und müssen während ihrer Mittags- und Abendessenszeiten Chinesisch, Japanisch und andere Sprachen sprechen. Während einer Mission für Verdeckte Operationen trifft Cammie auf Josh, einen Jungen aus dem Ort in der Nähe der Schule. Josh weiß nicht, dass Cammie ein Gallagher Mädchen ist, und Cammie hält dies geheim, da die Einwohner der Schule skptisch gegenüber stehen. Das löst eine Kette von Ereignissen für die Mädchen der Gallagher Akademie aus, die nur damit beginnt, dass die Mädels hinter Josh herspionieren und Cammies Mutter, die Schulleiterin der Gallagher Akademie, belügen.

Mein erster Jugendroman von Ally Carter war definitiv ein Erlebnis! Während ich Mädchen erwartet habe, die wie junge James Bonds herumlaufen, habe ich doch eine Gruppe ganz normaler Mädchen mit sehr, sehr unterschiedlichem Charakter. Es gibt genauso die technisch versierten Mädchen wie Liz, wie auch Cammie, Bex und andere, für die es nichts besseres gibt, als verdeckt zu ermitteln oder geheime Missionen auszuführen. Die Schülerinnen der Gallagher Akademie sind alle so verschieden - aber besonders eine gewisse neue Schülerin war einfach zum kaputtlachen! Aber ich verrate lieber nicht mehr!

ITYILYBTIHTKY (Sogar gekürzt ist das ein richtig langer Titel, was?) fängt mit etwas wenig Spannung und Handlung beginnt um das Konzept der Schule mit den Unterrichtsfächern und natürlich die Schülerinnen und Lehrer selbst einzuführen, was aber nicht wirklich stört. Aber sobald Ally Carter die Grundlagen für den Rest des Buches und der Serie gelegt hat, beginnt die Spannung mit Unterrichtsfächern wie Verdeckte Operationen und die Mädels wenden die gelernten Methoden auch gleich bei Josh an.

Gelangweilt war ich beim Lesen überhaupt nicht, und sowie ich ITYILYBTIHTKY fertiggelesen hatte, habe ich es einer Freundin mitgebracht und sowohl das zweite Buch bestellt aus auch das dritte vorbestellt. Mit dem zweiten Band, Cross My Heart And Hope To Spy bin ich auch schon fertig. Es wird also Zeit, dass der 11. Mai kommt!



Mittwoch, 24. März 2010

Buchrezension: BETROGEN von P.C. Cast & Kristin Cast








AutorP.C. Cast & Kristin Cast
TitelBetrogen
VerlagFJB - Fischer Jugendbuch
Publikationsdatum26. März 2010
Seitenzahl432
ISBN978-3-841-42002-2
SerieHouse of Night #2


Nach all der Aufregung in Gezeichnet hätte Zoey ein wenig Ruhe nun wirklich verdient, aber die Verschnaufpause ist ihr nicht gegönnt. Stattdessen ist sie die neue Anführerin der Dark Daughters und muss sich neue Regeln und Rituale für die allmonatliche Zeremonie für Nyx ausdenken und herausfinden, wer für die Morde an ihren früheren Schulfreunde verantwortlich ist. Und als wäre all dies noch nicht genug, findet der Tod auch im House of Night seinen Einzug.

Mit diesem zweiten Band in der House of Night-Reihe bringen die Autoren uns wieder die wunderbaren Charaktere mit all ihren Fehlern zurück und wieder war es wirklich schwierig, Lesepausen einzulegen. (Den dritten Band habe ich übrigens auch schon fertig und ich versuche gerade, mich ein bißchen davon abzuhalten, Band 4 zu lesen.)

Was mich ein wenig gestört hat waren die vielen Referenzen zu Schauspielern, die zur Zeit wohl auf vielen Attraktivitäts-Listen recht hoch stehen,, aber was ist in 5 Jahren? Nicole Kidman ist eine gute Schauspielerin und das wird sie auch in späteren Jahren noch sein, aber Matthew McConaughey und Hugh Jackman? Zur Zeit sehen beide noch recht gut aus - Hugh Jackman für mich persönlich mehr als Matthew McConaughey - aber was ist in fünf Jahren? Ich musste mich die ganze Zeit fragen, ob die Leser die beiden später auch noch interessant finden werden. (Ja, diese drei wurden in der Tat genannt!) Das ist mein großes Problem, wenn berühmte Personen der Pop-Kultur genannt werden. Diese sind häufig austauschbar und ich selbst hätte mich gefreut, wenn es ein wenig zeitloser gewesen wäre. (Sorry, Hugh Jackman! ;-) )

Was mich allerdings amüsiert und gleichzeitig dann doch sehr genervt hat, waren Zoeys Gefühle und Gedanken zu drei Jungs / Männern gleichzeitig. Ihr war schon bewusst, dass es falsch ist, aber trotzdem handelt sie weiter wie zuvor. Als kurzes Beispiel (Übersetzung von mir):


Ich wollte Heath.
Ich brauchte Erik.
Ich war fasziniert von Loren.

(Seite 174 der St. Martin's Griffin Taschenbuch-Ausgabe)
Seit wann ist es okay, zwei- beziehungsweise hier schon dreigleisig zu fahren?

Allerdings hat mich die Geschichte all das fast ganz und gar vergessen lassen. Es ist so viel passiert und es wurden so viele Sachen aufgedeckt (zum Beispiel über diese roten Kreaturen, die wir im ersten Band schon getroffen haben). Und die neuen Charaktere scheinen - zumindest oberflächlich betrachtet - verlässlich zu sein. Genaugenommen ist einer der neuen Charaktere schnell zu einem meiner Favoriten geworden. Für den Moment belasse ich es aber bei den "Initialen": DM. Ich hoffe, er ist so ehrlich wie er zu sein scheint!



Freitag, 12. Februar 2010

Buchrezension: Die Märchen von Beedle dem Barden von Joanne K. Rowling









AutorJoanne K. Rowling
Übesetzt vonKlaus Fritz
TitelDie Märchen von Beedle dem Barden
VerlagCarlsen
PublikationsdatumNovember 2009
Seitenzahl109
ISBN978-3-551-35926-1
SerieHarry Potter


Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, wenn ich über dieses wunderbare Buch rede. Ich habe so lange darauf gewartet und habe es doch nie geschafft, es mir zu kaufen. Doch dann habe ich es von einer lieben Wichtelmutti bekommen - fünf Märchen, wie sie Zaubererkindern erzählt werden, in der Übersetzung von Hermine Granger, mit Kommentaren von Professor Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore und Anmerkungen von Joanne K. Rowling, die auch die Geschichten zusammengestellt hat.

Es war so schade, dass ich innerhalb von so kurzer Zeit durch die schönen Geschichten geflogen bin, besonders mit den Anmerkungen von Professor Dumbledore. Die Märchen haben mich daran erinnert, was meine Mom und meine Oma uns früher erzählt haben. Es war leicht, dem Verlauf zu folgen, die Kommentierung von Professor Dumbledore war da schon eine andere Sache. Dort musste ich in der englischen Fassung mehrere Wörter nachschlagen, die ich noch nie zuvor gehört hatte.

Besonders hat es mir Spaß gemacht, die Kleinigkeiten in Dumbledores Notizen zu entdecken. Der Philosoph Bertrand de Pensées-Profondes zum Beispiel, ein Philosoph mit profunden bzw. tiefgründigen Gedanken? Das ist doch mal super! Und später, ebenfalls in der Kommentierung zu "Babbitty Rabbitty", in der eine französische Zauberin mit Namen Lisette de Lapin auftaucht. Babbitty verwandelt sich in einen Hasen und die Zauberin, die dies so ähnlich erlebt hat hieß "Kaninchen" bzw. "Hase" mit Nachnamen...

Während dies nicht unbedingt ein Muss für jeden ist, so sollten Harry Potter Fans doch keinesfalls darauf verzichten, denn es ist nicht nur eine schöne kleine Sammlung, die einfach zu den Harry Potter-Bänden gehört. Zusätzlich hilft man auc noch der Children's High Level Group (CHLG), die von J.K. Rowling und Baronin Nicholson von Winterbourne gegründet wurde um Kindern zu helfen in besseren Umgebungen aufzuwachsen, seien es kleinere Gruppenheime oder in Familien (die eigenen, Pflegefamiliem oder auch Adoptiveltern aus dem gleichen Land), statt in großen Instituten, die mehr und mehr üblich werden.

Mehr Informationen über die CHLG gibt es hier!


Mittwoch, 10. Februar 2010

Buchrezension: Death on the Nile von Agatha Christie (Graphic Novel)








AuthorAgatha Christie, Francois Riviere (Editor), Solidor (Illustrator)
TitelDeath on the Nile
VerlagHarper Collins
Publikationsdatum 16. Juli 2007
Seitenzahl48
ISBN978-0-00-725058-5
SerieHercule Poirot / Agatha Christie Comic Strip


Ich bin ja seit einer gefühlten Ewigkeit ein Fan von Agatha Christies Krimis, also ist es kein Wunder, dass ich es nicht einfach liegen lassen konnte, als ich es im Oxfam hier in Frankfurt gesehen habe, als ich mit ein paar Mädels (unter anderem auch Katha) bei einem Literaturschock-Treffen hier in Frankfurt Bücher gucken war. Sowie ich an dem Abend im Zug zu meinen Eltern war habe ich es dann auch angefangen und verschlungen. In der Zwischenzeit hatte ich mein eigentliches aktuelles Buch natürlich total vergessen!

In Death on the Nile oder auch Tod auf dem Nil macht Hercule Poirot gerade Urlaub in Ägypten. Als er eine Flussschiffahrt macht, wird eine Frau ermordet und es liegt natürlich an dem belgischen Meisterdetektiv, den Fall zu lösen, bis das Schiff am nächsten Hafen einläuft und die Polizei mit ihren Ermittlungen beginnen kann.

Die Geschichte wurder für das Graphic Novel nicht verändert, und obwohl der Kriminalfall in Tod auf dem Nil sehr bekannt ist, machen es die Zeichnungen, die ganz nach alter Schule gezeichnet wurden, wie man sie von Lucky Luke, Asterix usw. kennt, es ein sehr schönes Werk, Die Zeichnungen passen in der Tat sehr gut zur Geschichte, ist doch Hercule Poirot ein sehr altmodischer Privatdetektiv und Agatha Christies Krimis spielen schließlich auch in der (nicht allzu fernen) Vergangenheit.

Insgesamt ist Death on the Nile eine sehr gelungene Adaption und ich kann es kaum erwarten, die anderen Bände dieser Graphic Novel Serie in die Finger zu bekommen!

Bisher sind erschienen:

  • Murder on the Orient Express
  • The Murder on the Links
  • The Secret of Chimneys
  • The Murder of Roger Ackroyd
  • The Man in the Brown Suit
  • The Big Four
  • The Mystery of the Blue Train
  • Peril at End House
  • Hallowe'en Party
  • The Secret Adversary
  • And Then There Were None
  • Ordeal by Innocence
  • Endless Night
  • The Murder at the Vicarage
  • Murder in Mesopotamia
  • Cards on the Table
  • Dumb Witness


Dienstag, 29. Dezember 2009

P.C. Cast & Kristin Cast: GEZEICHNET



P.C. Cast & Kristin Cast
GEZEICHNET
FJB - Fischer Verlag
464 Seiten
ISBN: 978-3-596-86003-6


Zoey Redbird hat es wahrlich nicht einfach in diesem ersten Band der House of Night Serie von P.C. und Kristin Cast, dem Mutter-Tochter-Autorenteam. Von einem Moment auf den anderen wird aus der relativ beliebten 16-jährigen ein Vamyr-Neuling inklusive dem saphirblauen Umriss einer Mondsichel auf der Stirn. Nachdem ihre Freunde sich sofort aus Angst von ihr abwenden und ihre Eltern nicht sehr gut auf Zoeys bevorstehende Verwandlung reagieren macht sie sich alleine auf den Weg ins House of Night, dem Internat für Vampyre. Denn nur dort kann sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden - vorausgesetzt natürlich, sie überlebt die Verwandlung. Doch noch bevor sie im House of Night ankommt erfährt Zoey, dass sie kein gewöhnlicher Vampyr ist, sondern die Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx.

Was für ein Leseabenteuer! Kaum hatte ich Gezeichnet begonnen, schon war ich auch wieder fertig, einfach weil ich es nicht geschafft habe, das Buch zur Seite zu legen. Während das Erzähltempo zu Beginn noch recht gemütlich ist und man sich gut in die nicht gerade traditionelle Vampirgeschicht eingewöhnen kann, nimmt es zum Ende hin stark zu und man erreicht das Ende, bevor man überhaupt dafür bereit ist. Da kann man nur froh sein, dass im März schon der zweite Band erscheint.

Die Geschichte an sich beinhaltet nicht die traditionelle Verwandlung mit einem Biss zum (beinahe) allmächtigen Vampir, sondern eine allmähliche Verwandlung, die leider nicht für jeden glimpflich ausgeht. So ist es P.C. und Kristin Cast gelungen, in einer Zeit des Vampir-Hypes (ja ja, ich bin auch ein "Opfer" ;-) ) eine spannende Vampir-Serie zu entwickeln, die sich doch von den Anderen unterscheidet.

Zuletzt bleibt noch anzumerken, dass ich an verschiedenen Stellen gelesen und gehört habe, dass die deutsche Übersetzung nicht gut sein soll. Nachdem ich mir die ersten Kapitel durchgelesen habe (Einen Auszug gibt es hier.) muss ich sagen, dass ich mich dem nicht voll anschließe. Einige Sätze klingen in der Übersetzung etwas holprig, jedoch sind mir bisher keine Möglichkeiten eingefallen, diese zu umgehen. Bei einigen Wörtern wurde aber auch schlichtweg daneben gegriffen. Die Frage, die sich mir jedoch stellt ist, inwieweit sich dies damit erklären lässt, das gerade die Jugendsprache sich so schnell ändert, dass es schwer fällt, da Schritt zu halten, oder ob es sich doch um eine unglückliche Wahl des deutschen Wortes in der Übersetzung handelt.

Alles in allem ist Gezeichnet mit Sicherheit eines meiner Highlights des Jahres (der Blogpost mit den Highlights folgt später, noch ist nicht der 31. und ich bin noch am Lesen!) und ich habe schon einige Freunde und Bekannte infiziert!

Dienstag, 22. Dezember 2009

Gene Luen Yang: AMERICAN BORN CHINESE



Gene Luen Yang
AMERICAN BORN CHINESE
233 Seiten
Square Fish / Macmillan
ISBN: 978-0-312-38448-7


Jin Wang ist der einzige chinesisch-stämmige Junge auf seiner neuen Schule. Als ein neuer Schüler aus Taiwan in seine Klasse kommt möchte Jin nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden. Dann ist da Danny, der wie alle anderen amerikanischen Jungs ist: ein guter Basketball-Spieler und beliebt bei den Mädchen. Als sein nerviger Cousin zu einem alljährlichen Besuch auftaucht, wird seine Reputation in der Schule zerstört, sodass er nur einen Ausweg sieht: die Schule zu wechseln. Schließlich taucht dann auch noch die Geschichte des Monkey King (Affenkönig) auf, ein beliebtes Märchen für Kinder, das wohl alle chinesischen Kinder kennen (laut Aussage mehrerer chinesischer Bekannter).

Schon auf den ersten dreißig Seiten musste ich laut lachen, denn die Lehrer von Jin hatten nun wirklich nichts mit chinesischen Namen am Hut. So wurde Jin erst mal als Jing Jang vorgestellt, der zuvor in China gelebt hat. Nur heißt er eigentlich Jin Wang und ist in San Francisco aufgewachsen. Kurz darauf kommt dann Wei-Chen neu in die Klasse und wird als Chei-Chen Chun aus China vorgestellt, wo er doch Wei-Chen Sun heißt und aus Taiwan kommt. Asiatische Namen sind nun wirklich nicht einfach :-D (Übrigens: Noch richtiger wäre es wohl, wenn Jin als Wang Jin und Wei-Chen als Sun Wei-Chen vorgestellt worden wäre - denn die Nachnamen kommen im Chinesischen zuerst.)

Insgesamt war es für die kurze Zeit, die ich gebraucht habe, um das Buch durchzulesen, amüsant, aber zum Teil auch verwirrend. Zum Schluss jedoch klärt Gene Luen Yang alles auf und verbindet sogar die drei Story-Stränge wieder miteinander - auf völlig überraschende Weise! Besonders die Geschichte des Monkey King hat mich begeistert. (Vielleicht erinnern sich einige von euch ja noch an die 3-teilige(?) Serie mit "Greg" (aus Dharma & Greg)? Hotch aus Criminal Minds? Ähm, Thomas Gibson, so heißt der gute Mann!)

Freitag, 18. Dezember 2009

Agatha Christie: ES BEGAB SICH ABER...



Agatha Christie
ES BEGAB SICH ABER...
109 Seiten
Fischer Verlag
ISBN: 978-3-596-17307-5


Das war mal eine ungewöhnliche Leseerfahrung mit meiner "alten Freundin" Dame Agatha Christie. Zum einen besteht das Buch aus 6 Kurzgeschichten, und dann sind es keine Krimis, sondern weihnachtliche Erzählungen. Also perfekt für die Lesenacht im Literaturschock-Forum!

Die erste Geschichte ist klassisch die Weihnachtsgeschichte oder zumindest ein Ausschnitt davon - so wie man sie schon oft gehört hat, aber doch anders, denn Agatha Christie betrachtet die Ereignisse eines Teils der Nacht mit Blick auf Maria. Danach erzählt sie von einem störrischen Esel, der durch einen Zufall ebenfalls im Stall zugegen war. Nach dem Esel reisen wir weiter in der Zeit, vielleicht in die 80er Jahre? Dort treffen wir eine ältere Frau, Mrs. Hargreaves, die Menschen nicht mag. Nach diesem Abstecher landen wir in einem ländlicheren Teil Großbritanniens, bei den Griersons, die einen ungewöhnlichen kleinen Sohn haben. Bevor wir zur letzten Geschichte kommen, die sich noch einmal mit Maria beschäftigt, jedoch der Geschichte Marias nach dem Tod ihres Sohnes, machen wir noch einen kleinen Abstecker, um vierzehn Heilige zu treffen, denen das Leben im Himmel zu langweilig geworden ist.

So, ich hoffe, ich habe immer so in etwa angerissen, um was die Geschichten handelten ohne zu viel zu verraten. Bei sechs Kurzgeschichten auf knapp über hundert Seiten ist das nicht ganz so einfach. Als bekennender Agatha Christie-Fan habe ich mich unwahrscheinlich gefreut, als mir meine Chefin das Buch letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt hat, doch leider war es im Sommer einfach nicht das richtige Buch ;-) Jetzt aber war es geradezu perfekt.

Ich bin eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten, weil die Hauptcharaktere meistens zu schnell schon wieder weg sind, bevor man sie wirklich kennengelernt hat. Und christliche Themen sind auch nicht wirklich meins, aber von dieser Sammlung bin ich begeistert! Christies Schreibstil ist sehr einfach gehalten (weshalb ihre Bücher auch eine sehr gute Wahl sind, um eine gerade erst erlernte Sprache zu vertiefen und festigen), aber trotzdem fesselnd.

Kurzum, Es begab sich aber... ist ein wunderschönes Buch voll Kurzgeschichten, das genau in die Jahreszeit passt und unterhaltsam ist.

Mittwoch, 18. November 2009

Cassandra Clare: CITY OF BONES



Cassandra Clare
CITY OF BONES - CHRONIKEN DER UNTERWELT
512 Seiten
Arena
978-3-401-06132-0


Als Clary Fray sieht, wie ein Junge in einem Club von drei Teenagern erstochen wird, ist sie schockiert - umso mehr als sie sieht, wie der erstochene Junge plötzlich verschwindet. Und außer ihr hat niemand den Vorfall bemerkt! Als sie am nächsten Tag in ihre Wohnung zurückkehrt, ist ihre Mutter verschwunden und Clary selbst wird von einer riesigen Spinne angegriffen. Nachdem Jace, einer der Teenager, der am Abend zuvor den Jungen erstochen hatte, sie mit Not und Mühe rettet, erkennt sie, dass es noch eine Welt gibt, die die Menschen nicht sehen können, und bald ist Clary mitten in einem Krieg zwischen Gut und Böse, zwischen Shadowhunter (halb Mensch, halb Engel jagen und töten diese Dämonen) und geheimen dämonischen Kräften.

Nachdem ich City of Bones nun zum zweiten Mal gelesen habe, ist mir so viel mehr aufgefallen in Bezug auf die Charaktere und die Geschichte! Ich habe scheinbar so viele Details beim ersten Lesen übersehen, dass ich jetzt schon plane, die Chroniken der Unterwelt ein drittes Mal zu lesen.

Nun gut, zurück zum Buch. Ich bin bekanntlich kein Experte, was das Fantasy Genre angeht, da ich zuerst nur Bücher über und mit Vampire und Werwölfe gelesen habe, und erst vor kurzem die „weite Welt“ der Fabelwesen entdeckt habe. Deshalb bin ich auch immer noch vorsichtig damit, was ich lese, aber als ich den Klappentext von City of Bones gelesen habe, musste ich das Buch einfach haben – und ich habe es nicht eine Sekunde bereut! Vielleicht hat mich CoB sogar ein bißchen dazu verleitet, das Buch von Melissa Marr (siehe Blogpost von Dienstag) zu kaufen.

Cassandra Clare hat einen Jugend-Fantasy-Roman geschrieben, bei dem die Seiten nur so vorbeifliegen, so voller Wendungen ist die Geschichte. Mit ihrem Schreibstil hat sie es sogar geschafft, dass ich während des Lesens (ähm, wie war das noch mal mit den Fällen?) eine Art Film ablaufen gesehen habe. Das wird es allerdings schwer machen für den Film (die Filmrechte wurden vor kurzem verkauft).

Und die Geschichte erst, nicht nur konnte ich das Buch selbst beim zweiten Lesen kaum aus den Händen legen, auch der Cliffhanger ist nach wie vor nicht gerade fair. Ich kann es kaum erwarten, City of Ashes, den zweiten Band der Chroniken der Unterwelt wieder zu lesen!

Rating: 4.5/5

Donnerstag, 5. November 2009

Jilliane Hoffman: MORPHEUS



Jilliane Hoffman
MORPHEUS
480 Seiten
ISBN: 978-3-499-23966-3


Als ich Jilliane Hoffmans Morpheus anfing wusste ich, was auf mich wartet. Nachdem ich ihren ersten Thriller mit C.J. Townsend gelesen hatte musste ich einfach den Zweiten haben!

Nachdem C.J. dafür gesorgt hatte, dass WIlliam Bantling als Serienmörder "Cupido" verurteilt wurde, denkt sie, dass nun alles in Ordnung kommen würde, bis sie eines Abends zu einem Tatort gerufen wird, an dem ein Polizist brutal ermordet wurde. Dieser Polizist war einer von wenigen, die wussten, was während der Untersuchung von Cupidos Morden und seinem Verfahren passiert ist. Als ein zweiter und bald danach ein dritter Polizist auf die gleiche brutale Art und Weise ermordet werden, weiß C.J., dass sie die anderen beschützen muss.

Ich kann leider nicht wirklich viel mehr sagen ohne zu verraten, was passiert, aber: Wenn ihr noch nicht Cupido gelesen habt und Morpheus lesen wollt, solltet ihr wissen, dass das zweite Buch stark auf die Geschichte des Ersten aufbaut. Ein großer Teil des Lesevergnügens geht verloren, wenn man die Teile unabhängig voneinander liest.

Diese beiden Thriller sind sehr brutal und die Morde und die Umstände sind sehr detailiert beschrieben, was man im Vorraus wissen sollte. Was mir jedoch besonders gefallen hat ist, dass Jilliane Hoffman das Justizsystem sehr gut beschrieben hat - was man von einer ehemaligen Staatsanwältin natürlich auch erwarten konnte.

Rachel Gibson: GUT GEKÜSST IST HALB GEWONNEN




Rachel Gibson
GUT GEKÜSST IST HALB GEWONNEN
320 Seiten
ISBN: 978-3-442-46465-4


Zitat (grob übersetzt von mir):
"Erzähl mir von deinen Internet Dates."
Oh ja! "Von allen Männern, die ich im Internet kennengelernt habe suchten 70 Prozent nach S** und waren Verlierer. Zwanzig Prozent waren einsam und wollten verzweifelt eine Freundin - irgendeine Freundin. Das Urteil über die letzten zehn Prozent steht noch aus."

Edit Ende 2009: Ich weiß nicht genau warum, aber die Szene hat das gewisse Etwas, das mich auch nach Monaten noch zum Lachen bringt...

Krimiautorin Lucy Rothchild recherchiert für ihr neues Buch und datet dafür auch im Internet. Währenddessen ist ein Serienmörder in Boise unterwegs - eine frau, die die Männer,die sie datet, erstickt. Lucys letztes Date ist mit Quinn, einem angeblichen Klempner, während sie vorgibt, eine Krankenschwester zu sein. Quinn ist allerdings ein verdeckter Ermittler, auf der Suche nach der Serienmörderin - und Lucy ist seine Hauptverdächtige.

Eigentlich war ich überhaupt nicht in der Stimmung für einen Liebesroman, aber mit Gut geküsst ist halb gewonnen hatte ich genügend Spannung und Krimi um es doch zu versuchen. Genaugenommen habe ich das Buch sogar an einem Tage gelesen, weil ich es einfach nicht beiseite legen konnte. Mit so amüsanten Charakteren hätte ich noch gerne mehr Zeit verbracht.

Mittwoch, 4. November 2009

Sidney Sheldon: DER ZORN DER GÖTTER



Sidney Sheldon
DER ZORN DER GÖTTER
384 Seiten
ISBN: 978-3-442-36634-7



Dieses Buch habe ich durch eine Bücherkiste bekommen. Ich hatte zuvor noch nichts von Sidney Sheldon gelesen, also war es ein Experiment, aber Der Zorn der Götter hat sich so gut angehört, dass ich es einfach riskieren musste! Der Klappentext klang einfach zu interessant, aber in der selben Kiste waren noch andere Bücher, die mich interessiert haben, also welche nehmen, und welche drin lassen? Nach kurzem Überlegen habe ich mir dann das Buch geschnappt und wollte mir im Laufe der ersten 100 Seiten überlegen, ob ich es behalten will oder nicht. Das war keine so gute Idee – oder vielleicht doch? Schon am nächsten Tag hatte ich das Buch auch schon durch! Es war einfach so spannend, nervenaufreibend und interessant.

Es beginnt mit vier Toten in vier verschiedenen, über die ganzen Welt verteilten Städten und keiner verbindet die Morde bis sich zwei der Witwen im Büro des Arbeitgebers ihrer verstorbenen Männer treffen. Schon bald nachdem sie sich unterhalten haben bemerken Sie, dass sie verfolgt werden und ihnen jemand nach dem Leben trachtet. Sie beginnen nachzuforschen, um mehr über den Tod ihrer Männer und ihre Verfolger herauszufinden, doch als sie endlich Antworten finden ist es fast schon zu spät!

Das Buch aus der Hand zu legen war fast unmöglich und außer um zu Schlafen und ein paar andere Kleinigkeiten zu erledigen ist es mir auch nicht gelungen.

Dienstag, 3. November 2009

Stephen King: CARRIE



Stephen King
CARRIE
253 Seiten
ISBN: 978-3-404-13121-1


Das Buch habe ich heute auf dem Weg von der Arbeit zurück zur Uni fertig gelesen und es hat mir wirklich sehr gefallen! Die meisten von euch werden schon davon gehört oder es sogar schon gelesen haben, also mache ich das hier kurz.

Carrie White ist bei ihrer sehr religiösen Mutter aufgewachsen. Ihr Vater starb, als sie noch ein kleines Mädchen war. Für ihre Mutter war alles, was Teenager in Carries Alter mochten, Werke des Teufels. So ist es kein Wunder, dass Carrie ein Außenseiter an ihrer Schule ist und keine Freunde hat. Nachdem ihre Klassenkameraden ihr einen bösen Streich gespielt haben, fühlt sich Sue Snell schlecht und bittet ihren Freund Tommy, Carrie zum Schulball ausuführen. Aber der Streich und weiteres schlechtes Verhalten hat dafür gesorgt, dass die Anführerin nicht zum Schulball darf. Aus Rache arbeitet sie einen perfiden letzten Streich aus, der in ein schreckliches Unglück ausartet!

Ich hatte davor schon ein Buch von Stephen King gelesen – oder eher, ich habe versucht, es zu lesen – aber es war so gar nicht mein Fall. Umso mehr freue ich mich, dass Carrie so spannend war, dass ich es kaum weglegen konnte. Vielleicht hatte ich also einfach Pech mit dem ersten King? Es war das, das mit Johnny Depp verfilmt wurde, irgendetwas mit einem Fenster?

Ich hoffe jedenfalls, dass Stephen Kings andere Bücher so gut sind wie Carrie. Wenn ihr mir da was empfehlen könnt, sagt mir Bescheid!

Wenn ihr Carrie noch nicht gelesen habt, tut es!

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